Was sind heiße und kalte Zahlen beim Roulette?

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Wir alle haben schon die neon-beleuchteten Felder mit den roten und blauen Zahlen am Rand des Roulette-Tisches blinken sehen – oder auch in der oberen Ecke des Bildschirms, wenn man online spielt. Aber was bedeuten sie? Und kann man Nutzen daraus schlagen? Zum Glück sind die Experten vom Lucky Nugget Casino hier, um ein wenig Licht in das Mysterium der Zahlen zu bringen.

Sind die Zahlen der Schlüssel zum Erfolg?

Vielleicht haben Sie ja schon mal eine Anleitung im Internet – oder in der Literatur – gelesen, in der behauptet wurde, dass die heißen und kalten Zahlen die Antwort auf alle Fragen sind und zu riesigen Gewinnen führen können. Dass man eine höhere Gewinnchance hat, wenn man auf die heißen Zahlen setzt – das sind diejenigen, die regelmäßig in den ungefähr letzten 30 Drehungen erschienen sind.

Die Logik, die dahinter stecken soll, ist die folgende: Wir nehmen einmal an, dass die Zahlen 2, 10 und 25 zu höheren Auszahlungen geführt haben als alle anderen Zahlen. Warum sollte man sich dann gegen die Siegerzahlen entscheiden? Setzen Sie weiterhin Geld auf diese Zahlen, und Sie werden ganz sicher gewinnen. Klingt oberflächlich betrachtet völlig logisch, oder?

Das gleiche Prinzip gilt für kalte Zahlen. Hierbei handelt es sich sozusagen um die Verlierer, die nicht im Spiel aufgetaucht sind. Und man will sich schließlich nicht für einen Verlierer entscheiden, richtig? Sie wären nicht die erste Person, die so denkt. Heiße und kalte Zahlen sind seit Jahrzehnten im Glücksspiel-Vokabular verwurzelt.

Der Ursprung der heißen und kalten Zahlen

Wir sind uns nicht ganz sicher, woher die heißen und kalten Zahlen ursprünglich kommen, denn niemand hat bisher behauptet, dass er der Erste war, der Spieler darauf aufmerksam gemacht hat. Doch wir können mit Sicherheit sagen, warum sie sich schließlich etabliert haben.

Menschen sind ständig auf der Suche nach Gründen. Warum ist die Zahl 32 heute Abend mehrmals aufgetaucht? Es muss doch etwas dahinterstecken – aber was?
Wir können einfach nicht akzeptieren – selbst mit den seriösesten mathematischen Erklärungen – dass diese Muster auf natürliche Weise entstehen.

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Ein gutes Beispiel ist Lotto. Alle Ergebnisse seit den Neunzigern wurden analysiert, um eine mögliche – logische – Erklärung zu finden, warum die Zahl 34 (auch diese ist hier nur ein Beispiel) in den letzten zwanzig Jahren häufiger vorgekommen ist als zum Beispiel die 6.

Statistiker werden Ihnen erzählen, dass es dafür keinen Grund gibt. Sie werden behaupten, dass jede Ziehung unabhängig ist und die letzten Ergebnisse nichts über die zukünftigen Ergebnisse aussagen.

Warum sind die Ergebnisse unabhängig? Dazu schauen wir uns zwei Ziehungen an:

Ziehung 1: Es gibt 40 Zahlen (1 – 40). Der Moderator zieht fünf Kugeln (1, 4, 6, 22, 40) aus dem Topf, die die Gewinnkombination für die entsprechende Woche bildet. In der nächsten Woche zieht er Kugeln aus dem gleichen Topf, ohne die alten Zahlen zurückzulegen.

Ziehung 2: Hierbei handelt es sich um die gleiche Vorgehensweise wie oben, aber die fünf Zahlen, die gezogen wurden, werden anschließend wieder in den Topf zurückgelegt.

Bei Ziehung 1 liegt die Wahrscheinlichkeit, die Zahl 10 zu ziehen bei 1:40, da es 40 Kugeln gab – wobei man tippen muss, bevor die Ziehung beginnt.

In Woche zwei ist die Wahrscheinlichkeit, eine 10 zu ziehen drastisch auf 35:1 gesunken. Im Topf befinden sich 35 Kugeln, daher erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl 10 gezogen wird. Hier sind die Ergebnisse nicht unabhängig voneinander, denn die Handlungen aus der letzten Woche haben das aktuelle Ereignis, nämlich die nächste Ziehung, beeinflusst.

Wenn man dagegen die Kugeln aus der ersten Ziehung wieder zurücklegt, nachdem man sie gezogen hat, bleibt die Wahrscheinlichkeit in Woche 2 bei 40:1. Da die Wahrscheinlichkeit gleich bleibt und man sozusagen wieder von Neuem begonnen hat, sind beide Ziehungen unabhängig voneinander.

Heiße und kalte Zahlen sind also lediglich ein Versuch, die Illusion eines Musters zu kreieren – und zwar bei einem Spiel, das eigentlich vollkommen willkürlich ist. Indem eine gewisse Logik um das Spiel herumgewoben wird, wird das Konzept des reinen ‘Glücksspiels’ ein wenig verdrängt und es wird einem ein Strategiespiel suggeriert.

Heiße und kalte Zahlen beim Roulette

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Die gleiche Logik kann auf das Roulette-Spiel übertragen werden – wir werfen dafür einen Blick auf zwei Szenarien:

Spiel 1: Es gibt 37 Zahlen am klassischen europäischen Tisch (1 – 36 + 0). Jedes Mal, wenn auf eine Zahl gesetzt wird, wird diese vom Rad entfernt. Dies geschieht so lange, bis auf alle Zahlen getippt wurde und das Spiel von Neuem beginnt.

Spiel 2: Hierbei handelt es sich um die reguläre Variante des Roulette-Spiels. Jedes Mal, wenn eine neue Zahl ausgewählt wird, werden die Gewinne ausgerechnet, und das Rad wird erneut gedreht.

Wir wollen ehrlich sein – Spiel 1 (unsere Version des Roulettes) klingt ziemlich gut. Es ist aber letztendlich nur ein Beispiel für ein Spiel, bei dem die Ergebnisse von den vorherigen beeinflusst werden.
Immer, wenn eine Zahl ausgewählt wurde, egal, ob 1, 8, 22 oder 34, verschwindet sie vom Rad, wodurch sich die Wahrscheinlichkeiten der Wette langsam von 37:1 auf 1:1 senken, da am Ende nur noch eine Zahl auf dem Rad übrig bleibt.

Diese Methode funktioniert natürlich weder für das Kasino noch für den Spieler, da das Spiel langsam ausläuft.

Da es beim richtigen Roulette diese verrückten Regeln – zum Glück – nicht gibt, bleiben die Wahrscheinlichkeiten immer gleich. Und daher hat man, ganz unabhängig von den heißen und kalten Zahlen, jedes Mal die gleichen Gewinnchancen.

Allein aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, die heißen und kalten Zahlen völlig außer Acht zu lassen und einfach, so wie die meisten, zum Spaß zu spielen, wenn Sie sich an unsere Tische begeben. Und wenn Sie dann einen großen Gewinn erzielen, lag es ganz allein an Ihnen!