Warum werden heute weniger traurige Lieder produziert?

How music and moods have changed

Die Musik ist eine Kraft, die Menschen über Generationen, Kontinente und soziale Barrieren hinweg vereinen kann. Hit-Songs sind in der Regel solche, die Menschen auf einer körperlichen und emotionalen Ebene verbinden; sie berühren  persönlich, sprechen aber gleichzeitig auch die Massen an. Wer in den 80ern oder 90ern eine schwere Zeit durchgemacht hat, wird seine schmerzhafte Trennung oder unerwiderte Liebe zweifellos mit einer emotionalen Ballade in Verbindung bringen.

Die Musik der vergangenen Jahrzehnte ist voller herzzerreißender Songs, die die Gemüter an einem schwachen Punkt berührten und ein kollektives Gefühl von Melancholie und Sympathie für die Einsamen und Verschmähten erzeugten. Denken Sie an klassische Balladen wie Un-break my Heart von Tony Braxton, End of the Road von Boyz II Men, Nothing Compares to you von Sinead O’Connor oder Why von Michael Jackson.

Der Stil hat sich verändert

Diese Radio-Hits haben die Leute nicht nur zum Singen, sondern auch dazu gebracht, über ihre eigenen Erfahrungen mit Liebe und Verlust nachzudenken. Die heutigen Songs wirken ein ganzes Stück optimistischer. Tatsächlich hat eine Studie, die an einer prominenten Universität durchgeführt wurde, kategorisch gezeigt, dass sich die Songs ab 2010 verändert haben – von melancholischen Moll-Akkorden hin zu eher aufmunternden Dur-Akkorden.

Nur wenige Menschen haben sich die Zeit genommen, über diese Wendung der Dinge nachzudenken, und wir müssen uns die Frage stellen, warum sich die Musik verändert hat? Könnte es sich einfach um eine natürliche Entwicklung der Musikbranche handeln, die sich auf diese Weise an eine digitale Gesellschaft anpasst, oder sind die Menschen es einfach leid, traurig zu sein? Eine Theorie besagt, dass sich die Welt nach 2001 verändert hat und wir alle schon genug Gewalt, Traurigkeit und Verzweiflung auf diesem Planeten gesehen haben, sodass wir nicht daran erinnert werden müssen, wie bedrückend das Leben sein kann, da wir es bereits wissen.

Eine andere Theorie besagt, dass der Zielmarkt für moderne Musik – bestehend aus den Leuten, die die Musik kaufen – sich weiterentwickelt hat und sich nicht mehr mit rührseligen Balladen identifiziert. Die Jugendlichen und Millennials von heute haben einen spezifischen Musikgeschmack, der sich eher auf die fröhliche Sorte fokussiert. Auch wenn der Einfluss der digitalen Medien sicherlich eine Rolle spielt, geht es bei Liedern eher darum, man selbst zu sein, eine einzigartige Identität zu erschaffen und sich in einer verrückten Welt zu definieren.

Wie sich Online-Spiele verändert haben

Der gleiche Trend kann bei Online-Spielen beobachtet werden, egal ob es sich um Videospiele oder Online-Casino-Spiele wie Online-BlackjackOnline-Blackjack handelt. Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Spielen, die heute gespielt werden, und denen, die vor 15 oder 20 Jahren online gespielt wurden. Es könnte einfach auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Online-Spiele in den 90er- und frühen 00er-Jahren durch Hardware- und Software-Beschränkungen limitiert waren und daher auf bestimmte Weise entwickelt werden mussten. Das führte zur Entwicklung von Spielen, die mehr Wert auf Nachdenken, Erkunden und Aufbauen legten.

Klassische Beispiele wären Age of Empires, die Sims oder The Legend of Zelda. Selbst Super Mario gehört in die Kategorie der Welterkundungs-Spiele, bei denen die Spieler erschaffen, erkunden und bauen mussten. Fortschritte in der Hardware-, Software- und Internet-Technologie haben dazu geführt, dass die heutigen Spiele viel interaktiver und spezialisierter sein können. Beliebte Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spiele existierten vor 15 Jahren einfach nicht, hätten aber möglicherweise auch die Aufmerksamkeit der älteren Generation auf sich ziehen können, wenn sie selbst mit derartigen Spielen aufgewachsen wäre.

Ego-Shooter hatten seit der Veröffentlichung von Wolfenstein und Doom immer ihre feste Zielgruppe. Die heutigen Ego-Shooter sind aber einfach technischer und kollaborativer und gehen dank des natürlichen Fortschritts in den Bereichen Technologie und Software viel mehr ins Detail.

Die Evolution der Spiele ist derjenigen in der Musik sehr ähnlich, da die Spiele für eine Zielgruppe mit spezifischen Geschmäckern und Wünschen entwickelt wurden. Egal, ob es sich um einen Song, ein Spiel oder ein Produkt von der Stange handelt, die heutigen Verkaufszahlen sind das Ergebnis eines Benutzererlebnisses, das sich auf Spannung, Einbindung und Darstellung gründet und sich von Traurigkeit, Depressionen und allem Negativen abzuwenden scheint.

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