Kasinos in Ontario verlieren Millionen durch Kreditprogramm

CasinoDice

Vier Kasinos in Ontario sind unter Beschuss geraten, nachdem herausgekommen war, dass sie mehr als 20 Millionen Dollar für zinsfreie Kredite an Glücksspieler ausgegeben hatten. Angeblich wurde in dem kontroversen Programm ein Hauskredit an Spieler vergeben, die seitdem ihre Schulden ignorieren.

Insgesamt haben das Casino Rama, Caesars Windsor, Fallsview Casino und Casino Niagara Millionen von Dollar in Form von Jetons an 605 Spieler vergeben, deren Konten nun im Minus sind – und zwar im Durchschnitt 17.000 Dollar pro Person.

Schulden werden nicht an die Kasinos in Ontario zurückgezahlt

Dokumente der Ontario Lottery and Gaming Corporation (OLG) zeigen, dass die Agentur, nachdem ‚alle legalen Pfändungsoptionen ausgeschöpft wurden, darunter auch die Dienstleistungen von Inkassobüros‘, um die Schulden einzutreiben, die 10,4 Millionen Dollar für unbezahlbar hält.

Das Programm existiert seit 2010 und hat Kredite in Höhe von bis zu 37 Millionen Dollar ermöglicht. Es bietet angeblich einen Hauskredit, der strengen Kontrollen unterliegt und verantwortlich gehandhabt wird. Datenauswertungen haben ergeben, dass nicht jedem Spieler, der den Kredit beantragt hat, ihn am Ende auch bekommen hat. In dem stringenten Vorgang seien im letzten Geschäftsjahr 59 von 171 Bewerbern abgelehnt worden, und außerdem würde das Kasino das besagte Programm niemals bewerben.

FallsviewCasino

Kreditoptionen führen zu Kritik

Es ist keine große Überraschung, dass einige der Ansicht sind, dass das Programm ein Weg ist, Spieler auszubeuten und dass es negative Auswirkungen auf Menschen mit Spielproblemen hat. Der Glücksspielexperte und Professor Robert Williams von der University of Lethbridge und dem Alberta Glücksspiel-Forschungsinstitut war einer derjenigen, der seine Sorge zum Ausdruck gebracht hat: „Wer sind diese Glücksspieler wohl? Man darf annehmen, dass es diejenigen sind, denen von Kreditinstituten keine finanzielle Mittel mehr zur Verfügung gestellt werden und die die gesamte Geldsumme ausgegeben haben, die sie mit (ins Kasino) gebracht haben.” Außerdem fügte er hinzu: „Wahrscheinlich handelt es sich um exzessive Glücksspieler, die ihre Grenzen überschritten haben.”

Die unbezahlten Schulden hat er als Beweismittel angeführt, um zu verdeutlichen, dass Menschen wie die oben beschriebenen das Programm genutzt haben und hat außerdem angeführt, dass in keinem anderen Kasino der Welt Hauskredite angeboten werden.

Und dennoch hat der stellvertretende Vorsitzende des Bereichs Glücksspiel im OLG, John MacFarlane, das Programm verteidigt: „Es werden lediglich Jetons genutzt. Außerhalb des Kasinos haben sie keinen Wert. Für ein Hotelzimmer kann man mit den Jetons aus dem Kasinos zum Beispiel nicht bezahlen. Man kann sie nur an den Spieltischen verwenden.” Des Weiteren hat MacFarlane angekündigt, dass die Schulden als Ausgaben verbucht werden und dass die besagten 10,4 Millionen Dollar nur ein kleiner Anteil der 1,4 Milliarden Dollar Umsatzes der Kasinos darstellten.

Letztendlich bleibt abzuwarten, ob die Schulden zu einer Entwicklung führen, die den Kasinos und den Spielern langfristig betrachtet gleichermaßen zugute kommen wird. Ob Sie nun auf Ihrem Smartphone im Lucky Nugget Casino oder an einem Tisch in ihrem örtlichen Kasino spielen – es ist wichtig, dass Sie sich immer an Ihr Budget halten, damit der Spaß erhalten bleibt.