Fünf Tennis-Kontroversen der beiden besten Spieler Australiens

Tomic&Krygios

Es war keine gute Woche für die zwei besten australischen Tennisspieler, nachdem sowohl Nick Kyrgios als auch Bernard Tomic in der ersten Runde bei Wimbledon ausgeschieden sind. Aber während Kyrgios unglücklicherweise wegen einer Verletzung aufgeben musste, hat Tomic in allen Sätzen gegen Mischa Zverev verloren und ist wegen seines Interviews nach dem Spiel in die Schlagzeilen geraten. Und dies hat ihn eine Menge Geld gekostet.

Letzte Woche haben wir über die erinnerungswürdigsten Wimbledon-Momente berichtet, und hier bekommen Sie eine Übersicht über die fünf größten Kontroversen der beiden Australier. Wir beginnen mit dem besagten Interview.

Ein ‚gelangweilter‘ Tomic schläft fast ein

Wie bereits erwähnt, war Bernard Tomic trotz seines frühen Ausscheidens in aller Munde – und zwar aufgrund des anschließenden Interviews nach seiner Niederlage gegen Zverev nach nur 84 Minuten. Der 24-Jährige erzählte den erstaunten Reportern, dass er ‚ein wenig gelangweilt war, um ehrlich zu sein‘ und hat außerdem zugegeben, dass er es recht schwer fand, sind zu motivieren, obwohl er eingeräumt hat, dass Wimbledon eins der größten Turniere der Welt ist.

Diese Einstellung ärgerte Fans und Sponsoren. Sein Schläger-Sponsor Head beendete den Vertrag mit ihm, während die International Tennis Federation ihm eine Geldstrafe von £11.600 auferlegt hat – das höchste Bußgeld seit den frühen Neunzigern.

Tomic schied aus, weil er sich nicht genügend angestrengt hat

BernardTomic

Es wäre eine Untertreibung zu behaupten, dass die Motivation und der Teilnahme von Tomic immer wieder in Frage gestellt wurden. Schon als Juniorenspieler wurden seine finanziellen Mittel von Tennis Australia wegen mangelnden Engagements gekürzt. So gab es auch 2012 Probleme mit dieser Organisation.

Pat Rafter, der Kapitän des australischen Davis Cup-Teams, hatte beschlossen, Tomic aufgrund seiner mangelnden Bemühungen und seiner Einstellung zu suspendieren. Seine Erklärung dazu lautete: „Als Team sind wir der Ansicht, dass wir eine Verpflichtung gegenüber den Spielern eingehen und dass die Spieler eine Verpflichtung gegenüber dem Sport eingehen, wodurch sie immer 100 % Einsatz zeigen sollten, wenn sie für ihr Land antreten.“

Kyrgios weigerte sich, gegen Gasquet zu spielen

Aber Tomic wirkt eindeutig harmlos im Vergleich zu Nick Kyrgios, dem besten Spieler Australiens. Er wurde in Canberra geboren und hat in seiner kurzen Karriere mit nur 22 Jahren bereits mehrmals für Schlagzeilen gesorgt. Ein erinnerungswürdiger Moment hat sich 2015 ereignet, als er im Spiel gegen Richard Gasquet einen Aufschlag des Franzosen nicht zurückgespielt hatte.

Auf einen halbherzigen Versuch des Australiers hatte das Publikum zunächst belustigt reagiert; als er sich aber beim nächsten Aufschlag scheinbar mit Absicht abwandte, folgten Buhrufe. Nachdem er das Spiel verloren hatte, geriet Kyrgios mit dem Schiedsrichter in einen Streit, als er seine Socken wechselte. Er behauptete, dass die größeren Spieler zwischen den Punkten mehr Zeit bekommen sollten. Die Diskussion führte zu einem Bußgeld von $15.000 für unsportliches Verhalten und Beleidigungen. So endete seine Teilnahme in Wimbledon.

Ähnliches Verhalten in Shanghai führt zu dreimonatiger Sperre

Auch in Shanghai wurde Kyrgios vorgeworfen, dass er nicht genug Einsatz zeigte, da er bei den Shanghai Masters wenig Motivation bei seinem eigenen Aufschlag erkennen ließ. Während eines weiteren Punktsiegs ging er einfach vom Platz, als sein Gegner Mischa Zverev den Ball zurückschlug. Dieser mangelnde Einsatz ärgerte die Zuschauer, wodurch der Australier noch weitere Probleme bekam.

Nachdem ein Zuschauer ihn kritisiert hatte, befahl Kyrgios ihm, sich hinzusetzen, den Mund zu halten und zuzuschauen, wodurch sich der Schiedsrichter gezwungen sah, ihn daran zu erinnern, dass es sich um ein ‚professionelles Turnier‘ handelte. Kyrgios erwiderte: „Kannst du das Ende einläuten, damit ich das Spiel beenden und nach Hause gehen kann?“ Natürlich wurde ihm auch hier wieder eine hohe Geldstrafe auferlegt. Insgesamt zahlte er mehr als $40.000 für seine vielen Fehltritte und wurde drei Monate gesperrt. Diese Sperre wurde letztendlich aber auf drei Wochen verkürzt, da er sich von einem Sportpsychologen beraten ließ, um sein Verhalten zu ändern.

NickKyrgios

Kyrgios’ Bemerkung ärgert Wawrinka

Der bisher schlimmste Vorfall in seiner Karriere ereignete sich jedoch beim Rogers Cup im Spiel gegen Stan Wawrinka in Montreal. Während des Spiels erklangen Kyrkios folgende Worte unbeabsichtigt durch ein Mikrofon: „Kokkinakis hat deine Freundin gebumst. Tut mir leid, dir das sagen zu müssen, Kumpel.“ Damit bezog er sich auf den australischen Tennisspieler Thanassi Kokkinakis und Donna Vekic, die Partnerin von Wawrinka, die bei den Frauen spielte.

Es ist keine große Überraschung, dass sich der Schweizer über diesen Kommentar ärgerte und ihn als ‚inakzeptabel‘ bezeichnete. Er gab anschließend zu, dass er Kyrgios in der Umkleide zur Rede gestellt hat. Eine Entschuldigung folgte kurz nach dem Spiel, konnte ihn aber nicht vor einem Bußgeld in Höhe von $13.127 und diversen Suspendierungen bewahren.

Obwohl beide Spieler noch sehr jung sind, konnten sich Tomic und Kyrgios schon einen Namen machen – wenn auch nicht unbedingt wegen ihres Talents. Auch wenn sie oftmals Grenzen überschreiten, sorgen sie beim Tennis für Aufregung und ein gewisses Maß an Unvorhersehbarkeit – genauso wie unser Spielautomat Centre Court im Lucky Nugget Casino.