Donald Trumps historische Reise nach Neuseeland

donald-trump (1)

 

Im August 1993, als Donald Trump noch als Businessmann statt als Präsident der Vereinigten Staaten bekannt war, hat er sich auf eine Geschäftsreise nach Neuseeland begeben. Er kam in Auckland an, in der Hoffnung, eine Kasinolizenz für einen Bahnhof zu bekommen. Doch der Deal ist nie zustande gekommen. Das Lucky Nugget Casino wirft einen Blick auf die damaligen Ereignisse.

Trump will nach Neuseeland expandieren

150401134700-donald-trump-gallery-4-super-169-300x169
Trump will allem seinen Stempel aufdrücken.

Bevor Mr. Trump neuseeländischen Boden betrat, hat er im Trump Tower Besuch von Michael Cox von der Kasinoaufsichtsbehörde bekommen, damit er sich ein Bild von dem Kasinomagnaten machen konnte. Obwohl Cox keine schlechte Meinung von Trump hatte, sagte ihm sein Instinkt dennoch, dass diese Partnerschaft nicht hat sein sollen. “Ich denke nicht, dass wir Mr. Trump als Leiter eines Kasinos einsetzen möchten, und ich glaube auch nicht, dass er Neuseeland sonderdlich mögen würde. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, dass es einfach nicht passen würde, wenn er ein Kasino in Neuseeland aufbauen würde.”

Donald Trumps Besuch in Neuseeland war ein recht kurzer – er verbrachte nur drei Tage dort – um eins seiner weltberühmten Kasinos in Auckland aufzubauen. Trump versuchte, eine Lizenz im Rahmen einer Zusammenarbeit zu erhalten, von der er 25 % Anteile verlangte.

War Trump bankrott?

 donald-trump-angry113-300x120

Donald Trump hat mehrmals Konkurs angemeldet.

 Nach einer 20-minütigen Führung über das Gelände verbrachte Trump zwei Stunden damit, die Verantwortlichen davon zu überzeugen, dass er der richtige Mann für den Job sei. Aber aller Glanz und Glamour hat ihm dabei nicht geholfen. Der Vorsitzende Jock Irvine sagte, er würde sich “auf keinen Fall” von Trumps PR-Maschine hinters Licht führen lassen.

Wie bereits viele Male in der Vergangenheit kam die Frage auf, ob Trump ein Kasino mit seinem eigenen Namen versehen würde – und er konnte den Verantwortlichen nicht versichern, dass die Spieleinrichtung am Ende nicht seinen Namen tragen würde. In den USA war das Konzept schließlich aufgegangen.

Trump war der Ansicht, dass das Kasino in Neuseeland ein ‘wahrer Diamant’ in seinem berüchtigten Kasinoimperium werden würde. Aber Trumps Ruf, sich immer wieder in den finanziellen Ruin zu treiben, war auch schon bis nach Neuseeland durchgedrungen. Nach der Scheidung von Exfrau Ivana, die durch alle Medien ging und Schulden in Höhe von 3 Milliarden Dollar war Trump nicht der geeignete Kandidat für Neuseeland. Jock Irvine sagte: “Wir haben Grund zur Annahme, dass er laut unseres Rechtssystems bankrott ist.” Trumps Verhandlungen blieben daher erfolglos.

Auch wenn Donald Trump nun der 45. Präsident der Vereinigten Staaten ist, hat er sich auch damals schon in einer Art geäußert, die darauf hindeutete, dass er als Politiker nicht unbedingt geeignet ist. Man fragte ihn, ob er es genieße, als High Roller, Business-Magnat und Frauenheld gelte – er verneinte. ‘The Donald’ würde lieber als angesehener Geschäftsmann betrachtet werden – dennoch merkte er an, dass einige Frauen hübscher seien als andere; daher sei es “gut, dass er nicht für einen politischen Posten amtiere.”

Mit Sicherheit war die Kasinoaufsichtsbehörde damals froh, in Bezug auf Donald Trump gerade noch entkommen zu sein. Zwischen 1991 und 2001 gingen Trumps Kasinos sage und schreibe sechsmal pleite.