Die Zukunft des Kasinos auf Tonga ist weiterhin unsicher

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Über den kleinen Inselstaat Tonga im pazifischen Ozean wurde in den letzten zwei Monaten eine Menge in den Medien berichtet. Dabei ging es um den Aufbau des ersten Kasinos des Landes – das, wie Sie vielleicht bereits wissen, derzeit auf Tonga noch illegal ist.

Die Red Warrior Entertainment Gruppe, eine US-amerikanische Gaming-Firma hat am 23. Januar 2017 in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie von der Regierung Tongas eine Kasinolizenz für die Insel erhalten habe. Das Kasino wäre Teil eines größeren, $450 Millionen-Projekt von Amira-Unison-Gatti namens ‘Tavaka Tamafua Investment Project’. Dazu zählen ein Flughafenhotel, ein Einkaufszentrum,
Luxusvillen sowie ein Unterhaltungs-Spiel-Resort für Touristen.

Tonga

Als die Nachrichten durchsickerten, ließ die Regierung von Tonga direkt verlautbaren, dass eine solche Lizenz nie vergeben wurde und stellte klar, dass Glücksspiel in jeglicher Form nicht mit den christlichen Werten des Landes und seiner Einwohner zu vereinbaren sei. Pastor Tevita Haukinima ließ verlauten, dass die Free Wesleyan Church von Tonga nicht an Kasinos und Kartenspiele glaube und das dadurch gesellschaftliche Probleme entstehen könnten, die den Menschen schaden würden.

Dennoch hat die Meinung des Premierministers und der Kirche bezüglich Einrichtungen für Glücksspielfans gegnerische Stimmen nicht direkt zum Schweigen gebracht. Die Firma, die das Projekt ins Leben gerufen hat, behauptet, dass das Vorhaben, und damit auch das Spielresort, genau das sei, was das Land benötigt, um der ‘blutenden Wirtschaft’ wieder auf die Sprünge zu helfen. Epeli Taione, der Geschäftsführer von Tavake Tamafua, hat seine Regierung dazu aufgerufen, sich nicht vor Neuerungen zu verschließen. In einem Interview mit Koro Vaka’uta von Radio Neuseeland erklärte er, dass Glücksspiel auch einst im Nachbarland Samoa verboten war, dass die Einführung von Kasinos für Touristen jedoch viel Geld eingebracht und nicht zu den zunächst prophezeiten Problemen geführt habe. Er ist der Ansicht, dass die Einführung des Glücksspiels für alle diejenigen, die keinen tongaischen Pass haben, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation leisten kann. Den Staat auf diese Weise für Touristen zu öffnen, würde auch gut zum Tourismus-Plan der Regierung passen.

Nicht alle Mitglieder der tongaischen Regierung sind strikt gegen eine Änderung der Gesetze, sofern man so die wirtschaftliche Lage stabilisieren kann. Aus Tavake Tamafuas Büros hieß es, dass der derzeitige Finanzminister Tevita Lavemaau bereit sei, sich die Pläne anzusehen. Angeblich hat er die Firma bereits schriftlich darüber informiert, dass die Regierung das Projekt eventuell unterstützen will, wenn bestimmte Bedingungen strikt eingehalten werden. Zu diesen Bedingungen würde zählen, dass das Projekt innerhalb von zwei Jahren begonnen würde und mindestens 80 % der Bau- und Betriebsarbeiten von Tongaern ausgeführt würden. Havea Gatti, vertretender Geschäftsführer von Tavake Tamafua, hat bekannt gegeben, dass es ebenfalls zu den Bedingungen zählt, dass $450 Millionen in die Infrastruktur des Inselstaates investiert werden.

Die Debatte darüber, ob Glücksspiel für Touristen auf Tonga bald eingeführt wird, ist noch lange nicht vorbei, denn zuvor müssen von beiden involvierten Parteien diverse Vorteile und Nachteile abgewogen werden. In einer so kleinen Gemeinschaft darf man kulturelle Werte nicht außer Acht lassen, und die möglichen Auswirkungen der Einführung von Glücksspiel auf das Land müssen gründlich bedacht werden. Es wäre interessant zu wissen, ob Tongaer, die im Land leben eine andere Meinung zum Glücksspiel haben als die, die im Ausland leben. Viele Staatsbürger leben zum Beispiel auf Neuseeland und haben somit Zugang zu unserem Online-Kasino. Was würden diese Leute wohl zu einem Kasino auf Tonga sagen?