Die komplette Geschichte des Blackjack

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Der unklare Ursprung…

Die genaue Geschichte des Blackjacks ist ein Mysterium, und die Anfänge des Spiels können nicht genau datiert werden. Es gibt viele Spekulationen, wann und wo das Spiel erfunden wurde, aber der allgemeine Konsens scheint zu sein, dass die Anfänge des Spiels in Frankreich oder Spanien zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert anzusiedeln sind. Das Spiel breitete sich dann langsam über den europäischen Kontinent aus und kam im 19. Jahrhundert in Amerika an, etwa zeitgleich wurde es auch in die zwielichtige Glücksspielwelt des Vereinigten Königreichs eingeführt. Im 18. und 19. Jahrhundert war das Glücksspiel in Großbritannien weit verbreitet, es wurde aber erst im 20. Jahrhundert legal: 1960 wurde das Wett- und Glücksspielgesetz vom Parlament verabschiedet. Blackjack muss natürlich auf einen einzigen Ort zurückzuführen sein, aber der genaue Standort und das Datum können nicht bestimmt werden. Lucky Nugget Casino wirft im Folgenden einen Blick auf die drei plausibelsten Theorien.

1440 wurde ein Kartenspiel mit dem Namen trente et un in Frankreich populär, der Name bedeutet einunddreißig. Es ist durchaus plausibel, anzunehmen, dass sich Blackjack aus diesem Spiel entwickelt hat, da es auf demselben Prinzip basiert: Der Spieler muss ein Blatt mit einem Wert von bis zu 31 aufbauen. Diese Theorie wird weiter durch die Tatsache untermauert, dass sich 200 Jahre später, wieder in Frankreich, das Spiel vingt-et-un immer größerer Beliebtheit erfreute. Das Spiel hat dieselben Regeln wie das moderne Blackjack und wurde in fast allen Kasinos im Land gespielt. Es sieht wie eine natürliche Entwicklung aus, aber manche meinen auch, dass der Blackjackursprung in Spanien liegt.

1615 wurde ein Spiel, das Blackjack sehr ähnlich ist, in der Kurzgeschichte „Rinconete y Cortadillo“ von Miguel de Cervantes erwähnt, die Kurzgeschichte ist ein Teil der Novelas Ejemplares, einer Kurzgeschichtensammlung. Dabei sammelten Spieler Karten und versuchten, 21 zu erreichen oder so nah wie möglich heranzukommen. Die Ähnlichkeit zu Blackjack ist nicht zu verleugnen; es war sogar möglich, ein Ass als 1 oder 11 zu zählen.

Hier ist eine kurze Zeitlinie, die darstellt, wie wir uns die Entwicklung des Spiels vorstellen:

  • 1440: trente-et-un, ein Kartenspiel, das Blackjack sehr ähnlich war und in Frankreich erfunden wurde. Man musste ein Blatt von bis zu 31 aufbauen.
  • 1615 haben die Spanier das Spiel weiterentwickelt, dies wurde in der Kurzgeschichte „Rinconete y Cortadillo“ von Miguel de Cervantesin erwähnt.
  • Im 17. Jahrhundert kam das Spiel zurück nach Frankreich, wo es als eine Variante von trente-et-un übernommen und weiter unter dem Namen vingt-et-un oder 21 verbreitet wurde.

Natürlich können wir nicht den genauen Ursprung des Spiels bestimmen, aber die Theorien erscheinen plausibel. Außerdem sind Frankreich und Spanien Nachbarländer, Neuigkeiten konnten schnell zwischen ihnen ausgetauscht werden. Dies ist aber pure Spekulation von unserer Seite; ohne weitere Belege können wir dies nicht mit Sicherheit behaupten.

Blackjack erobert Amerika und die Welt…

Im 16. Jahrhundert kolonisierten die Franzosen die westliche Hemisphäre und errichteten Burgen und Siedlungen an vielen nun bekannten Orten. Dies erklärt natürlich, wieso viele große Städte in Amerika französisch klingende Namen haben: New Orleans, St Louis, Cape Girardeau, Detroit in den USA sowie Quebec und Montreal in Kanada.

Wie bei allen imperialistischen Kampagnen übertrug Frankreich seine Lebensweise sowie Kultur und Ideengut an die kolonisierten Bürger. Darunter natürlich ebenso die beliebten Spiele und Zeitvertreibe, so auch vingt-et-un. Man kann also behaupten, dass sich Blackjack als Folge des französischen Expansionismus in der ganzen Welt verbreitet hat.

Vingt-et-un war im 18. Jahrhundert auch in England beliebt, was erneut die Annahme untermauert, dass Blackjack in Frankreich erfunden wurde. Erst zu Zeiten des großen Glücksspielbooms und der Prohibition im 20. Jahrhundert bekam vingt-et-un einen neuen Namen: Blackjack. Es wurde in den USA schnell populär. Städte wie Miami, Galveston und Hot Springs wurden zu Glückspielzentren, weil in ihren Staaten lockere Glücksspielgesetze galten. In anderen Teilen der USA blieb das Glücksspiel größtenteils auf den Untergrund begrenzt, wo es von der Mafia und organisierten Kriminellen kontrolliert wurde. Es hatte große finanzielle Vorteile für sie. Die Leute strömten in ihre Speakeasy-Kneipen und spielten sich um Kopf und Kragen.

Mit dem Beginn der Großen Depression 1929 und dem Hoover Dam Projekt wurde das Glücksspiel in Nevada legalisiert. 1931 wurden in Nevada dann fast alle Formen des Glücksspiels mit dem Assembly Bill 98 gesetzlich legalisiert und reguliert. Dies brachte dem Staat dringend notwendige Umsätze ein und verwandelte Nevada in ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Hier blühten das Glücksspiel und Blackjack dann richtig auf: Es wurde schnell zum beliebtesten Tischspiel in den USA.

Blackjack gewinnt an Popularität und die ersten Ratgeber werden veröffentlicht…

1953 veröffentlichte Roger Baldwin seinen ersten Blackjack-Ratgeber. Sein Ziel war es, die vielen Spieler, die Unmengen an Geld verloren, über das Spiel aufzuklären. 1956 veröffentlichte er sein erstes Strategiehandbuch, das auf statistischen Berechnungen beruhte und dabei helfen sollte, den Hausrand zu bezwingen. Diese Ratgeber verbesserten die Gewinnchancen der Spieler, und als Folge dessen, veränderten die Kasinos ihre Hausregeln.

Leider verstanden viele Spieler diese Ratgeber nicht, weil sie voll mit komplizierten mathematischen Formeln waren. Letztendlich verloren die Leute mehr Geld mit diesen Ratgebern. Sie waren gut gemeint und richtig, aber sie überstiegen einfach die Denkkapazitäten des Durchschnittsspielers. Als die Kasinos dies bemerkten, führten sie wieder die alten Hausregeln ein, was viele reguläre Spieler erfreute. Von 1960 bis in die 80er war Blackjack das beliebteste Tischspiel in den USA.

Blackjack erregt die Aufmerksamkeit des MIT…

Es liegt in der menschlichen Natur, den Weg des geringsten Widerstands zu suchen. Wenn es eine schnellere Route gibt, die von A nach B führt, werden die Menschen sie finden und nutzen. Dieser Eifer, den leichtesten Weg zu finden, wenn die Wahrscheinlichkeiten gegen einen sind, ist, was die Spreu vom Weizen trennt. In den 90ern fand eine Gruppe von extrem talentierten Mathematikern zusammen, mit dem Ziel die Blackjack-Gewinnquoten zu verbessern und so fast jedes Spiel gewinnen zu können.

Besonders Bill Kaplan war von dieser Idee wie besessen. Er war ein Musterschüler auf dem Weg nach Harvard, sehr zum Stolz seiner Eltern. Unglücklicherweise für sie entdeckte er kurz vor seiner Abreise zur Uni ein Buch über das Kartenzählen. Er war sofort überzeugt davon, dass er diese Technik zu seinem Vorteil nutzen konnte und bat seine Eltern um Erlaubnis, nach Las Vegas zu reisen und ein Vermögen zu machen.

Sein Vater erklärte sich einverstanden, unter der Bedingung, dass er ihn zuerst im Blackjack schlägt. Kaplan gewann, natürlich, und machte sich mit 1000$ in der Tasche auf den Weg nach Vegas. Drei Wochen später kam er mit über 30.000$ wieder zurück nach Hause. Seine Eltern waren beeindruckt. Was folgte, war eine der größten Kasino-Ausbeuten des 20. Jahrhunderts.

Während er in einer MIT-Bar saß, hörte J. P. Massar ein Gespräch über Blackjack-Strategien am Nebentisch. Er ging hinüber und stellte sich vor. Er erregte sofort Kaplans Interesse, der am Tisch mit Freunden ein Bier genoss. Nachdem ihm Kaplan von seiner Blackjack-Erfolgsgeschichte berichtet hatte, fragte ihn Massar, ob er sich das Blackjack-Team ansehen möchte, das Massar aufgestellt hatte. Kaplan sah sich ein Training des Teams an und schloss sich ihnen an; so begann eine Kartenzähler-Tournee: Ihre Spieler nahmen es überall in den USA mit den Dealern auf und verwendeten die Kartenzählertechnik. Zu Beginn hatten sie viel Erfolg, aber aufgrund von schlechtem Management ihrer Gewinne, verloren sie auch einen großen Teil ihres Geldes wieder. Sie machten gerade noch so Profit.

Sie überdachten ihre Organisation und führten eine klare Management-Struktur ein. Sie gründeten das Unternehmen Strategic Investments und nutzten das Geld von Investoren für ihr Blackjackspiel. Kaplan baute auf diese Weise schnell ein millionenschweres Unternehmen auf. Mit der Zeit zerbrach aber das Team, und zu Beginn des 21. Jahrhunderts löste sich Strategic Investments dann auf. Es war der größte Glücksspiel-Coup des 20. Jahrhunderts gewesen, und er basierte ausschließlich auf Mathe und Kartenzählen.

Blackjack und die Online-Revolution des 21. Jahrhunderts…

Während die MIT-Blackjackgang die Kasinos um hohe Beträge erleichterte, begann eine ganz andere Bewegung: die Online-Kasino-Revolution. 1994 gründete Microgaming das allererste Online-Kasino der Welt, und es wurde schnell zu einem bahnbrechenden Erfolg. Kurz darauf, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, spielten viele Spieler nun Blackjack online. Es ist der schnelle und bequeme Weg, Blackjack von zu Hause aus zu spielen.

Zwischen Online-Blackjack und vingt-et-un, das in den französischen Kolonien im 17. Jahrhundert gespielt wurde, liegt eine halbe Ewigkeit. Das heutige Blackjack ist schnell, leicht zugänglich und macht viel Spaß. Der Online-Kasino-Revolution liegt zugrunde, dass die Spiele nun schnell und actiongeladen sind. In der Welt von heute haben wir einfach nicht mehr die Zeit, Blackjack in einem klassischen Kasino zu spielen, aus diesem Grund sind Online-Kasinos so beliebt geworden. Auch die Tatsache, dass nun jeder eine Internetverbindung hat, hat dazu beigetragen, dass Online-Blackjack das traditionelle Tischspiel in einem klassischen Kasino übertroffen hat.

Blackjack hat sich seit seinen Anfängen im 16. (oder 18.) Jahrhundert stark weiter entwickelt, und vielleicht sollten wir uns hier eine Sekunde Zeit nehmen, um die Tatsache zu zelebrieren, dass Blackjack so beliebt und so lange durch die Jahrhunderte gereist ist, dass wir nicht einmal genau sagen können, wo seine Anfänge liegen. Es gibt wenige Spiele, die älter als Blackjack sind, und es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Geschichte.

Fünf Jahrhunderte später, und es ist immer noch da, stärker denn je.

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