Die Geschichte des Baccarat

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Baccarat hat seinen Ursprung in Frankreich. Zuerst wurde es ‘Baccara’ geschrieben, das ‘T’ wurde ohne ersichtlichen Grund hinzugefügt. Eine Erklärung könnte sein, dass französische Wörter oft der englischen Sprache angeglichen wurden. Im Vergleich zu vielen anderen Kasinospielen ist Baccarat übrigens recht neu.

Es wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert in die Angebote der Spielhallen aufgenommen und wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich richtig erfolgreich. Da es früher in höheren gesellschaftlichen Kreisen gespielt wurde, hat das Spiel noch immer den Ruf, Highroller anzuziehen.

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Leider lässt sich nicht mehr zurückverfolgen, wann genau Baccarat entstanden ist, aber soweit man weiß, entwickelte es sich aus verschiedenen Kartenspielen wie zum Beispiel Blackjack, Vingt-et-Un, Trente-et-Un und Pontoon. Diese Spiele sind wahrscheinlich die direkten Nachfolger von früheren Spielen wie Basset und Faro.

Spiele verändern sich mit der Zeit, und werden entweder einfacher oder komplexer. Baccarat folgt dieser Regel allerdings nicht, denn es ist seit seinen Anfängen fast gleich geblieben. Ohne den Glücksspielfaktor wäre es wahrscheinlich sogar recht langweilig. Das Gleiche könnte man aber auch über Roulette oder Blackjack sagen.

In der englischen Sprache wurde Baccarat zum ersten Mal in einer britischen Zeitung erwähnt: im Januar 1886 im Daily Telegraph. Von dort aus breitete sich das Spiel schnell in ganz Europa und schließlich auch in den USA aus. Baccarat behielt seine Premium-Stellung an den Tischen dauerhaft und wird bis heute sowohl in Kasinos als auch online gespielt. Da es einen besonders luxuriösen Ruf hat, zieht es oft Menschen an, die hohe Einsätze machen. Und dank seiner Einfachheit ist es auch im Internet sehr erfolgreich.

Die möglichen Ursprünge von Baccarat

Auf vielen Websites und in der Literatur heißt es, dass Baccarat im 15. Jahrhundert von Italien nach Frankreich kam. Wir glauben allerdings, dass sich diese Annahme eher auf das Spiel Basset bezieht, das eine ähnliche Geschichte hat. Basset war ein Bankspiel und hatte fast die gleichen Regeln.

  • Jeder Spieler bekommt dreizehn aufgedeckte Karten
  • Spieler können auf jede aufgedeckte Karte wetten
  • Der Kartengeber gibt dann eine Karte aus und alle, die den gleichen Wert haben, gewinnen
  • Dann gibt er Kartenpaare aus und alle, die zur ersten Karte passen, verlieren
  • Alle, die zur zweiten Karte passen, gewinnen
  • So geht es weiter, bis alle Karten weg sind

Wenn der Spieler dann eine erfolgreiche Wette auf eine Karte abschließen, erhält er den siebenfachen Gewinn. Dies kann sich mit jedem Mal wiederholen. Der potenzielle hohe Gewinn macht das Spiel so attraktiv. Aber wie Richard Seymour einst in seinem Buch Compleat Gamester schrieb: ‘Das schlechteste Auge kann mühelos ohne Brille sehen, dass der Gewinner des Spiels letztendlich immer die Bank ist.’

Dieses Spiel wurde schließlich durch das etwas komplexere Faro ersetzt, bei dem es leicht veränderte Regeln gab. Nun hatte man die Möglichkeit, auf ein bestimmtes Paar zu tippen, und der halbe Einsatz ging an die Bank, sobald ein Paar ausgeteilt wurde. Bald wurde Faro zum beliebtesten Kasinospiel, wurde aber im 20. Jahrhundert durch Blackjack und Baccarat ersetzt.

Die Grundregeln von Baccarat

Bei einem normalen Baccarat-Spiel bekommt jede Person 2 Karten. Ass, König und Bube sind nichts wert, und alle anderen Karten haben den Wert ihrer Zahl. Wenn das Blatt den Wert 9 übersteigt, wird er auf 0 zurückgesetzt. Wenn ein Spieler zum Beispiel eine 2 und eine 5 erhält, kommen wir auf den Wert 7. Wenn der Spieler sich dann eine weitere Karte geben lässt und eine 3 erhält, wäre der Wert 1.

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Das ist auch schon alles, was man über Baccarat wissen muss – es ist wirklich so simpel. Viele bevorzugen Blackjack, weil es bei Baccarat kaum eine Strategie gibt, die man verfolgen kann. Dies könnte ein Grund sein, warum es so beliebt bei Reichen ist, da man sich weniger konzentrieren muss und mehr Zeit damit verbringen kann, sich beim Spielen zu unterhalten. Die Etikette von Baccarat ist allerdings schon etwas komplizierter. Die Spielreihenfolge und die Wettregeln sind weitaus komplexer als das Spiel selbst und seine Varianten Baccarat Banque und Punto Banco. Einige Leute mag das abschrecken. Aber wenn Sie erst ein paarmal gespielt haben, bekommen Sie schnell den Durchblick.

Baccarat Banque – Baccarat-Variante 1

In englischsprachigen Ländern wird diese Variante als ‘Baccarat Banque’ und auf Französisch als ‘Baccarat a deux tableaux’ bezeichnet. In Europa und Australien ist sie sehr beliebt, wird allerdings kaum in den USA gespielt. Richard Seymours Regeln aus dem Jahr 1897 wurden bis heute nur wenig abgewandelt.

Das Spiel wird in zwei Sektionen unterteilt: Auf der einen Seite befinden sich Bankspieler und auf der anderen Seite die Nicht-Bankspieler. Bei jedem Spiel wird ein Bankier ausgewählt, was sich ursprünglich daraus ergab, wer neben dem Kartengeber saß. Wenn der Bankier einmal verloren hat, geht die Rolle an den Spieler links von ihm über.

Alle Spieler können mitbestimmen, wer diese Rolle übernimmt. Derjenige übernimmt die Funktion, bis alle Karten verteilt sind oder der Bankier seine Aufgabe an einen anderen Spieler überträgt. Der Bankier platziert immer so viel wie nötig auf dem Tisch, und die Spieler haben die Möglichkeit, ‘Banco’ zu rufen, wodurch der Bankier herausgefordert wird, gegen einen Einzelnen zu spielen.

Wenn niemand ‘Banco’ ruft, beteiligt sich jede Seite des Tisches ausgeglichen an dem vorhandenen Einsatz des Bankiers. Der Bankier gibt sich selbst zwei Karten und verteilt auch jeweils zwei an die Spieler. Wenn jemand eine 8 oder 9 hat, muss er sein Blatt aufdecken und wird ausgezahlt. Die Spieler, die keine 8 oder 9 hatten, dürfen nun eine neue Karte fordern. Wenn der Bankier die Spieler besiegt, bekommt er das Geld, ansonsten bekommt der entsprechende Spieler einen Teil vom Einsatz des Bankiers.

Chermin De Fer – Baccarat-Variante 2

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Diese Variante spielt sich an einem einzigen Tisch ab, und der Bankier spielt immer nur gegen den Spieler zu seiner Rechten – es sei denn, jemand ruft ‘Banco’. Die Rolle des Bankiers wechselt bei dieser Variante recht häufig und wird immer an den jeweils linken Spieler weitergegeben, sobald der Bankier verliert.

Punto Banco – Baccarat-Variation 3

Diese Variante stammt aus Lateinamerika; von Kuba aus verbreitete es sich in den englischsprachigen Ländern. Diese Spielversion ist in den USA und Australien am beliebtesten. Amerikaner verwechseln das Spiel oft mit Baccarat-Chemin de Fer.

Punto Banco hat einen Bankier aus dem Haus, der auch die Karten verteilt. Die Spieler müssen nur darauf wetten, wer gewinnt. Ansonsten sind die Regeln gleich. Auch in Online-Kasinos ist diese Variante sehr gefragt, da sie so einfach ist. Man kann das Spiel auf der Seite nutzen oder herunterladen.

Baccarat-Strategie

Leider gibt es beim Baccarat keine richtige Strategie. Manche glauben, dass man am besten immer einem bestimmten Muster folgt, aber letztendlich ist es eher Glückssache, besonders bei Punto Banco. Wir schauen und als Beispiel die Gewinnwahrscheinlichkeiten an, wenn man auf den Bankier, den Spieler oder einen Patt wettet.

  • Bankier gewinnt: 45,9 %
  • Spieler gewinnt: 44,6 %
  • Patt: 0,095 %

Ein Patt zahlt sich in der Regel besonders gut aus und scheint äußerst lukrativ zu sein. Doch in Wirklichkeit ist es die schlechteste Wette, die man bei Baccarat abschließen kann. Es ist wahrscheinlicher, dass man aus 100 Bällen den richtigen auswählt, als dass man hier gewinnt. Wenn man diese Art von Wetten abschließen möchte, bieten sich vielleicht eher Lotto oder Keno an.

Experten behaupten, dass es sich am meisten lohnt, auf den Bankier zu setzen. Allerdings erheben einige Kasinos eine Gebühr von 1 – 3 % auf eine solche Wette, um den Bankvorteil beizubehalten. Ob es eine lukrative Wette ist, ist daher also fraglich. Baccarat ist abgesehen davon wirklich ein Glücksspiel ohne Strategie. Wer eher auf der Suche nach einem Strategiespiel ist, dem empfehlen wir das beliebteste Tischspiel der Welt: Blackjack.

Die Anzahl der Kartenstapel kann allerdings generell die Wahrscheinlichkeiten verändern. Wenn es 8 Stapel gibt – die Standardanzahl bei Baccarat – dann ist der Bankvorteil größer als bei 6 Stapeln. Wenn Sie also das nächste Mal ein Kasino besuchen, sehen Sie nach, wie viele Kartenstapel im Einsatz sind.

Das war auch schon alles, was Sie über Baccarat wissen müssen. Oder haben wir noch etwas vergessen? Dann lassen Sie es uns unten in den Kommentaren wissen. Wir wünschen Ihnen viel Glück an den Tischen!