Deutscher Blackjack-Spieler muss Bußgeld zahlen

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Ein deutscher Blackjack-Spieler musste seinen Gewinn zurückzahlen sowie ein Bußgeld abtreten, nachdem ein Münchner Richter entschieden hatte, dass er in illegales Glücksspiel involviert war. Der Spieler, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, hat die deutschen Gesetze zum Glücksspiel gebrochen, indem er auf einer Website gespielt hatte, die in Großbritannien lizenziert war.  

Die Firma, die ebenfalls nicht namentlich genannt wurde, stellt in ihren Geschäftsbedingungen unmissverständlich klar, dass es in der Verantwortung des Spielers liegt, sich zu vergewissern, dass die Nutzung in seinem Land legal ist. Dies hatte der besagte Spieler aber offenbar versäumt.

In Deutschland ist der Betreiber der Website dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ein legaler Service angeboten wird, der britische Anbieter konnte jedoch nicht unter dem deutschen Gesetz zur Verantwortung gezogen werden.

Die Polizei hatte bei dem Spieler große Summen Geld gefunden, die zu der Annahme führten, dass er Glücksspiel betrieben hatte. Der Mann gab schließlich zu, dass der Gewinn aus Kartenspielen hervorgegangen war. Ihm war allerdings nicht bewusst, dass er eine Straftat begangen hatte, indem er eine britische Seite genutzt hatte.

Der Mann ist in Berufung gegangen, wodurch das Urteil nachträglich ungültig werden könnte. Der Vorfall gilt jedoch als abschreckendes Beispiel für deutsche Spielfans, die ihre Geldgewinne verlieren könnten und eventuell hohe Strafen zahlen müssen, wenn sie ausländische Seiten nutzen.

Laut der Lizenzexpertin Audrey Ferrie wäre es in einem umgekehrten Fall ‘äußerst unwahrscheinlich’, dass ein Spieler in Großbritannien auf die gleiche Art zur Verantwortung gezogen wird, da ein solcher Prozess zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde und zu kostspielig wäre.

Dies war jedoch nicht der erste Fall, in dem eine Person wegen Online-Glücksspiel strafrechtlich verfolgt wurde. Ein Pokerspieler musste bereits 1 Million Euro zurückzahlen, nachdem er für betrügerisches Glücksspiel verurteilt worden war. Auch dies galt als Warnschuss für andere Spieler.