10 unbekannte Frauen, die die Wissenschaft revolutionierten

Geologist Florence Bascom

Jeder kennt Marie Curie, aber nennen Sie doch mal schnell eine andere Wissenschaftlerin. Fein, Jane Goodall und Mary Leakey – wen kennen Sie noch?

Es ist wirklich eine Farce, denn Frauen sind seit Generationen in der Wissenschaft aktiv – sie haben nur allzu oft nicht die Anerkennung bekommen, die ihnen zusteht.

Hier ist also eine Liste von 10 Frauen, von denen Sie vielleicht noch nie gehört haben, die aber erstaunliche Dinge in ihrer jeweiligen Disziplin geleistet haben:

Marjory Stoneman Douglas

Sie ist vielleicht nicht ganz so unbekannt wie die anderen auf dieser Liste, aber das liegt vor allem daran, dass sie noch bis 1998 lebte. Douglas wurde 1890 geboren und war eine Schriftstellerin und Journalistin in Florida, die sich in die Everglades verliebte. Ihr Buch River Of Grass und ihr ständiges Eintreten für die ökologische Bedeutung der Everglades zu einer Zeit, als dieser Zweig der Wissenschaft vom Mainstream noch skeptisch betrachtet wurde, halfen dabei, dieses Naturwunder vor der vollständigen Entwässerung und somit dem Aussterben zu bewahren.

Florence Bascom

Bascom wurde 1862 geboren und war eine der ersten Geologinnen Amerikas. Laut einem Magazin aus dem Jahre 1906, das ironischerweise  American Men of Science hieß, gehörte sie zu den 100 besten Wissenschaftlern des Landes. Sie arbeitete für den US Geological Survey im Gebiet des Piedmont-Plateaus ziwschen der Atlantikküste und den Appalachen.

Rita Levi-Montalcini

Levi-Montalcini ist in Italien geboren und aufgewachsen und musste ihre medizinische Karriere unterbrechen, um sich im Zweiten Weltkrieg vor antisemitischen Verfolgungen zu verstecken; sie emigrierte anschließend in die USA. Sie machte bahnbrechende Entdeckungen über das menschliche Nervensystem und wurde 2009 die erste Person mit Nobelpreis, die 100 Jahre alt wurde.

Katherine Johnson

Johnson ist dieses Jahr 100 Jahre alt geworden und sie wurde 2015 mit der von Barack Obama verliehenen Presidential Medal of Freedom geehrt. Sie verdient es, als eine wahre Größe der Wissenschaft in Erinnerung zu bleiben – 1969 berechnete sie den Flugweg, den Apollo 11 zum Mond brauchen würde. Von Hand, auf Papier. Da sie so gut darin war, wissenschaftliche und mathematische Strategien zu berechnen, können Sie sich vielleicht vorstellen, wie massiv sie in einem Spiel wie Blackjack oder Online-Roulette abräumen würde!

Annie Easley

Easley wurde 1933 geboren und war eine der Frauen, die – ebenfalls von Hand – den Computercode schrieben, der es der NASA ermöglichte, ihren Centaur-Raketenstarter und das damit verbundene Navigationssystem zum Abheben zu bringen. Noch beeindruckender: Sie begann ihre Karriere als Krankenschwester, bevor sie in das Feld der Mathematik und Computerprogrammierung wechselte.

Cecilia Payne-Gaposchkin

Payne-Gaposchkin wurde ganz zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Jahr 1900 geboren und studierte ursprünglich Botanik, wechselte dann aber unter der Mentorschaft von Arthur Eddington zur Astronomie. Als Professorin an der Harvard-Universität fand sie heraus, dass unsere Sonne aus Wasserstoff besteht, der sich durch Kernfusion in Helium verwandelt.

Rosalind Franklin

Franklin (1920-1958) war eine brillante Kristallographin, die bahnbrechende Durchbrüche im Bereich von Kohle, Graphit und Viren machte. Aber es ist ihr Beitrag zur DNA-Forschung, der die Feministinnen durchdrehen lässt – denn obwohl sie eine große Rolle in der Forschung spielte, für die Watson und Crick einen Nobelpreis gewannen, haben die beiden Männer ihren Beitrag nie anerkannt.

Françoise Barré-Sinoussi

Diese französische Wissenschaftlerin wurde 1947 geboren und war eine der frühen Pionierinnen der Aids-Forschung. Als Spezialistin für Retroviren war es ihre Arbeit, die französischen Forschern dabei half, das HIV-Virus als Ursache der Krankheit zu identifizieren. Sie blieb im Kampf gegen Aids aktiv und setzt sich auch heute noch trotz ihrer Pensionierung leidenschaftlich gegen die Stigmatisierung der Krankheit ein.

Sylvia Earle

Die in New Jersey geborene Earle wurde im Alter von 12 Jahren nach Florida gebracht und ist seitdem in den Ozean verliebt. Die Arbeit dieser Meeresbiologin mit Algen und später mit Tiefseetauchen hat dazu beigetragen, die Wissenschaft der Ozeane zu popularisieren und eine Fülle von Beweisen zu den Auswirkungen des Klimawandels und anderer Bedrohungen für das Gleichgewicht der Ozeane zu liefern.

Esther Lederberg

Seit den 1940er-Jahren entwickelte Lederberg neue Wege, um Bakterien und Viren zu erforschen. Sie war die erste Mikrobiologin, die bestätigte, dass Bakterien zufällig mutieren können. Dies hat nicht nur massive Auswirkungen auf das Studium der Evolution, sondern hilft Wissenschaftlern auch, gegen ständig mutierende Bakterien zu kämpfen, die Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln.

 

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Links zu den Quellen

http://www.businessinsider.com/women-who-changed-science-2017-3

http://www.ajc.com/news/local/incredible-women-you-never-heard-who-changed-science-forever/wYqcsnVtrvUknVoqBS4gCL/

https://www.pond.co.nz/detail/4363356/12-incredible-women-youve-never-heard-of-who-changed-science-forever

https://www.meltmethod.com/blog/women-in-science/